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Nationalrat lehnt Transportflugzeuge ab

 

Die endlose Geschichte

Das VBS legte in der Sommersession ein reduziertes Rüstungsprogramm 2004 vor, das nun angenommen wurde. Siehe dazu unsere Medienmitteilung.

Rüstungsprogramm 2004 gestrichen!

Der Nationalrat lehnte den "Kompromiss", bei dem nicht auf die Transportflugzeuge verzichtet wurde, ab. Damit ist das Rüstungsprogramm 2004 gescheitert. Die GSoA reagierte mit einer Medienmitteilung.
Auf dieser Seite noch ein Kommentar zur Rüstungsdebatte.

Der Nationalrat lehnte die Transportflugzeuge auch in der 3. Debatte ab. Nun muss eine Einigungskonferenz aus beiden Räten einen Kompromiss vorschlagen, über den ein letztes Mal abgestimmt wird. Falls der Kauf weiterhin abgelehnt wird, fällt das gesamte Rüstungsprogramm 2004 und der Bund spart 650 Millionen Franken unnötige Ausgaben.

Das Rüstungsprogramm 2004 sah den Kauf von 2 Transportflugzeugen für die Armee vor. Der Nationalrat stimmte am 8. März 2005 zum 2. Mal dagegen, während der Ständerat für die Vorlage ist. Das Rüstungsprogramm geht nun nochmals in den Ständerat.    8.3.2005, David Buchmann

Aus antimilitaristischer Sicht ist der Kauf sinnlos. Die Flugzeuge sollen für militärische Interventionen und möglicherweise die militärische Ausbildungszusammenarbeit im Ausland eingesetzt werden. Zudem würden sie in einem europäischen Pool eingetragen werden, mit dem sich die Armeen Europas gegenseitig aushelfen. Will heissen, die Schweizer Flugzeuge würden Truppen oder Versorgungsgüter anderer Länder transportieren, dafür könnte die Schweiz ab und zu grössere Flugzeuge ausleihen, um Transporte durchzuführen.

Seit klar wurde, dass es gegen den Kauf Widerstand gibt, schlug das VBS alle Arten von anderer Nutzung vor: Für die linken Politiker den Transport von Hilfsgütern, für die Rechten die Ausschaffung von Flüchtlingen. Die Kreativabteilung des VBS erarbeitete weitere Ideen, wozu man die spanischen Maschienen des Typs Casa C-295M gebrauchen könnte. Josef Lang brachte ein paar Müsterchen in der Ratsdebatte:

Ihren ersten Auftritt machten die Flugzeuge bereits in der Vorbereitung des Rüstungsprogramms 2001. Damals war noch zusätzlich der Kauf einiger gepanzerter Fahrzeuge geplant, weil in diesem Flugzeug die Fahrzeuge der schweizer Armee nicht Platz haben. In der diesjährigen Fassung sind keine Fahrzeuge mehr dabei. Falls sich schlussendlich der Ständerat durchsetzt und die Casa gekauft werden, darf man drei mal raten, wie lange es geht bis auch passende gepanzerte Fahrzeuge in einem Rüstungsprogramm stehen.

-> Wortprotokolle der Ratsdebatte: 1. Teil, 7.3.2005, 2. Teil, 8.3.2005, 3. Teil, 14.3.2005.

© Gruppe für eine Schweiz ohne Armee, 10.03.2006, Webdesign dbu